Der digitale Leser

Digitales Leseverhalten bei Magazinen, Unternehmenspublikationen oder Museumskatalogen im Bereich B2B und B2C.

Die Frage die viele Redaktionen, Verlage und Unternehmen umtreibt ist: Kann man gedruckte Publikationen durch digitale Ausgaben ersetzen? 

Digital wirkt modern, sexy und kosteneffizient. Aber so einfach ist die Frage nicht zu beantworten, dies zeigen mehrere Studien z.B. des Allensbacher Institut oder Deloit.

Vorab kann man eins schon mal mit Sicherheit feststellen:  Print ist nicht Tot! Und die Situation von Unternehmenspublikationen, Fachzeitschriften oder Katalogen ist nicht mit Tageszeitungen oder E-Books zu vergleichen. Der Auflagenrückgang vieler Magazine liegt auch in dem seit circa 30 Jahren wachsenden Angebot von Titeln und der steigenden Anzahl von Nachrichten und Social-Media Portalen begründet.

Dennoch treibt das rasante fortschreiten der Technologie und das stetige Anwachsen des Internets viele Redaktionen und Entscheider vor sich her. Immer mehr Menschen sind digital unterwegs und davon der größte Teil Mobil. Schon heute sind Smartphones (75%) und Tablets (35%) die am meisten genutzten digitalen Mediengeräte in deutschen Haushalten. Diese Entwicklung ist aber noch immer altersgebunden. So ist das  Smartphone bei den unter 50 Jährigen viel weiter verbreitet als darüber. Während das Tablet auch bei den über 50 Jährigen eine gute Akzeptanz als Lesegerät besitzt – was sicher auch mit der wirtschaftlichen Kaufkraft der Altersgruppe und der größe der Displays und dem nachlassen der Sehkraft im Alter zusammenhängt. Ähnlich sieht die Altersverteilung bei den sozialen Netzwerken aus.

 

Studie Deloitte

 

Aber wie lesen wir digital?

Fast gar nicht. Wir lesen nicht wir scannen die Inhalte nach Schlüsselwörtern und Reizen. Der Lead Text, das Header-Bild, die erste Zeile, Zwischen-Headlines und vereinzelte Worte werden wahrgenommen. 79%  der Leser agieren laut einer Studie des Allensbacher Institut so. “F- Lesen” wird das genannt. Die Gründe dafür sind einfach und kennen die meisten: Lesen am Bildschirm strengt mehr an als auf Papier, dadurch lesen wir Digitales langsamer und der Inhalt prägt sich weit weniger ein als bei Gedrucktem . Zudem hat der Nutzer durch die digitale Informationsflut viel mehr Angst im Inhaltsstrom etwas zu verpassen und springt schneller von Nachricht zu Nachricht. Eine schlechte Lese-Ergonomie und  die fehlende Content-Inszenierung, sowie langweilige kaum unterscheidbare Designs im Stile eines Blog-Eintrag oder der Internetseite unterstützt dieses Verhalten.

Das Ergebnis: Inhalte werden schlichtweg nicht gelesen. Die Kostenersparnis bei der Erstellung und dem Layout führt so zu einem unweigerlichen Verlust an Leser und Marke und dies dann Medienübergreifend.

Leser wollen ein überzeugendes Erlebnis: Eine Medien und Geräte optimierte Typografie, das Look and Feel des Magazin auf allen Geräten, Grafiken, Illustrationen, hochwertige Fotos und Videos oder interaktive Elemente die den Inhalt unterstützen und Inszenieren und das ganze Ergänzt mit nützlichen Funktionen die die Usability weiter voranbringen.

 

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Bild:unsplash.com

 

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