Die Erwartungen an digitale Publikationen oder was Leser wollen

Menschen lesen digital. Morgens in der Bahn, abends auf der Couch oder im Café am Eck. Überall lesen wir mit unseren Smartphones und Tablets. Wir laden Zeitschriften, Magazine, Zeitungen und Bücher auf unsere mobilen Geräte. Vor allem für die Zielgruppe der unter 50-jährigen ist das Alltag und damit dies erfolgreich funktioniert, Spaß macht und von den Lesern akzeptiert wird, müssen ein paar Bedingungen erfüllt werden. So kann man aus einer von Adobe in Auftrag gegebenen Studie drei wesentliche, aus der praktischen Erfahrungen heraus - kaum verwunderliche - Kriterien für digitale Publikationen ableiten.

 

01. Responsive – Optimiert für alle Fälle
Weil Leser gerne vom Smartphone zum Tablet und dann zur Print Ausgabe wechseln, muss die Publikation für alle Endgeräte »lesbar« und bedienbar zur Verfügung stehen. Damit sind Leseergonomie, die Navigation und damit verknüpfte Services wesentlich für das User Experience.

 

02. Ein Magazin ist keine Website
Das Layout muss auf allen Publikationen außergewöhnlich sein: Zum Magazin, zur Marke und zur Erwartung des Lesers passen. Was er vom Print gewohnt ist, möchte er auch digital erleben. Einfältige Layouts, die wie ein Facebook Stream oder eine 08/15 Template aussehen, sind damit ebenso tabu wie Replicas der Printausgabe für das Smartphone. Das bedeutet einen erhöhten Aufwand in der Erstellung – jeder Ausgabe.

 

03. Die Lange-Texte-Falle
Lange Texte lesen funktioniert im Gedruckten sehr gut und im Digitalen nur bedingt. Digitales Lesen erfordert ein viel höheres Maß an Konzentration. Durch ein gutes Layout mit einer auf die Geräte abgestimmten Typografie und einer durchdachten Scrollstory kann es gelingen, die Aufmerksamkeit des Lesers zu halten. Aber um gerade auf einem Smartphone auf Nummer sicher zu gehen, was alle Interessierten selbst entscheiden können, ist eine Zusammenfassung – eine Art Lead Text – sehr hilfreich. So kann der Leser schnell entscheiden, ob, womit und wo er den Artikel lesen möchte.

 

Konklusion
Beachtet man diese drei Erkenntnisse, ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Publikation geschaffen. Aber auch ein gutes digitales Magazin ersetzt im Moment noch keine gedruckte Ausgabe. Ganz im Gegenteil, sie befruchten sich gegenseitig. Sie schaffen ein übergreifendes Leseerlebnis und gewinnen neue Leser für beide Plattformen.

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Entwurfswerk*

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